Das bin ich...

1977 kam ich im Südosten der Türkei im TurAbdin als sechstes von sieben Kindern zur Welt. Ich verbrachte die ersten drei Jahre meines Lebens in einem kleinen Dorf bei Nisibin, nahe der Syrischen Grenze.

 

In den 70er Jahren nahm die Verfolgung der Christen im TurAbdin so zu, dass meine Familie beschloss, 1980 unsere Heimat zu verlassen, um nach Deutschland zu fliehen. Meine einzigen Erinnerungen an die Flucht sind die tröstenden aramäischen Gesänge unseres Vaters.

 

Meine Seele schmiegte sich an die neue westliche Welt, als hätte sie nie einen anderen Ort gekannt und langsam verblassten die Erinnerungen an den TurAbdin. In Deutschland war es unseren Eltern sehr wichtig, die aramäische Sprache aufrechtzuerhalten und so unterrichtete uns unser Vater jede Woche in aramäisch. Mit 18 Jahren beschloss ich, für einige Monate nach Australien auszuwandern. Für unsere Eltern war das sehr schwer, heute danke ich ihnen für diese Erfahrung. 

 

Nachdem ich 1996 zurückkehrte, beendete ich meine Ausbildung und arbeitete für 7 Jahre bei zwei verschiedenen Investmentbanken in Frankfurt. Doch ich wusste, dass die Bank nicht der Ort war, an dem ich meine Erfüllung finden werde.

Auf den spuren meiner Seele

Je mehr ich in mich kehrte, um herauszufinden was meine Wünsche sind und wo mein Platz in diesem Leben ist, umso intensiver begann ich zu träumen. Es waren Träume, in denen mich Jesus mit nach Jerusalem nahm und mir von den mystischen Lehren des Christentums berichtete. Dabei schenkte er der "LIEBE" die größte Aufmerksamkeit.

 

2013 bat mich ein mir unbekannter aramäischer Mönch namens Simun Can ihn in Jerusalem zu besuchen. 2014 war es dann soweit, wir reisten mit meiner Familie und Freunden nach Jerusalem und ich erkannte die Orte meiner Träume. Am vorletzten Abend passierte etwas, was mein Leben vollständig veränderte. Ich begann in meiner Muttersprache aramäisch zu singen und zu beten.

 

Ich löste meine Selbstständigkeit auf und widmete mich den aramäischen Gesängen meiner Ahnen und ihrer mystischen Heilkraft. Ich begann, für geflüchtete Menschen aus den Kriegsgebieten und bei Feierlichkeiten für den Frieden zu beten. Auch engagierte ich mich für den Dialog zwischen den Kulturen. Auch betete ich für die Feierlichkeit des 100jährigen Genozids an den Armeniern, Aramäern und Pontosgriechen im Berliner Dom im April 2015. 

 

2016 stellte mir ein Darmstädter Krankenhaus 2016 seinen Klang- und Gymnastikraum zur Verfügung und so veranstaltete ich Klangmeditationen für Kinder und Erwachsene. Was wir dabei erleben durften, war in Worte kaum zu fassen.

 

Meine Neugier war unaufhaltsam und so teilte ich meine Erfahrungen mit Menschen, die ebenfalls auf dem Gebiet "Klang und Heilung" forschten und so kam ich im September 2018 zum "1st Neurosience Congress in Music" nach Berlin. Ärzte und Wissenschaftler aus Europa und Russland präsentierten ihre Forschungsergebnisse über den Einfluss von Klang auf den Menschen. Im Rahmen dieses Kongresses wurde ich zu einer "Live" Performance eingeladen, bei der Messungen während meines Gesanges bei einem Probanden durchgeführt wurden, um die Wirkung von Klang auf den Menschen zu verdeutlichen. 

 

Seit einigen Jahren begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst, um ein Leben im Einklang mit ihrer Seele, ihrer Umwelt und der Natur zu leben. Die aramäischen Gebete sehe ich als einen Schlüssel meiner Arbeit. Wenn man von Ziel sprechen darf, wäre das ein gesundes Leben in Balance und im Einklang von Körper, Geist und Seele zu leben.